Ein Trauma ist jedes Ereignis, das unsere Schutzhülle verletzt und uns mit einem Gefühl der Überwältigung und Hilflosigkeit zurücklässt.
Traumatisierende Erlebnisse haben vielerlei Gestalt:
Verkehrsunfälle, Operationen, Stürze, Zahnmedizinische Behandlungen, schwere Erkrankungen, Verletzungen oder Verlust eines nahestehenden Menschen gehören genauso dazu wie Gewalt, Krieg, Naturkatastrophen oder Missbrauchserfahrungen.
Grundsätzlich stehen uns in solchen Situationen drei angeborene Überlebensstrategien zur Verfügung: Flucht, Kampf oder Erstarren.
Gelingt uns Flucht oder Kampf, stellt sich das natürliche Gleichgewicht des Organismus meist nach einiger Zeit wieder ein.
Können die ersten beiden Optionen allerdings nicht erfolgreich ausgeführt werden, greift die dritte Option, das Erstarren.
Die zuvor bereitgestellten Energien bleiben im Nervensystem gefangen und werden nicht entladen. Diese im Nervensystem gebundene Energie nennen wir Trauma.

Wenn diese Energien nicht gelöst werden, reagiert der Organismus, als würde die Bedrohung weiterhin bestehen.
Die in der Gegenwart zu beobachtenden Verhaltensmuster, Reaktionsweisen, Überzeugungen, Gefühle und Gedanken der Person sind oft noch mit den erschreckenden Erfahrungen der Vergangenheit gekoppelt.
Für die Betroffenen entstehen verwirrende, beängstigende psychische und körperliche Sypmtome, wie beispielsweise Übererregbarkeit, Ängste, Panik, Depressionen, Schlaflosigkeit, Bindungsunfähigkeit oder chronische Schmerzen.

Die Traumatherapie bietet die Möglichkeit, nach gründlicher Stabilisierung, diese gefangene Energie gezielt zu entladen und das Geschehene auf gesunde Weise in das Leben zu integrieren. Dies kann je nach Anliegen mit oder ohne Unterstützung der Hypnose erfolgen.